10 Fehler beim Kauf eines Wintergartens
METAM Wintergärten

Ein Wintergarten – Ruhe, Entspannung, eine reine Wohlfühloase, die man das ganze Jahr über genießen möchte. Dies ist eine sehr schöne Vorstellung, die auch möglichst schnell umgesetzt werden soll. Es wird geplant und geschaut, einfache Wintergärten werden mit aufwendigen Varianten verglichen. Häufig werden bereits in diesem Stadium viele Fehler begangen, die im Nachhinein Investitionen notwendig machen, die weit über den Preis eines professionell geplanten und aufgestellten Wintergartens hinaus gehen.

Aber auch ohne den Druck aus dem finanziellen Bereich werden sehr oft Fehler gemacht, die die Freude an einem schönen Wintergarten trüben können. Wichtig ist, dass generell niemals am falschen Ende gespart werden sollte.

Die 10 größten Fehler beim Kauf eines Wintergartens

Hier sind die zehn größten Fehler, die beim Kauf eines Wintergartens begangen werden können:

1. Die Optik passt nicht zum Haus

Der Wintergarten ist fertiggestellt, aber dann stellt man fest, dass er so gar nicht zur Optik des Hauses passt. Oft passiert dieser Fehler, wenn des Budget recht klein, der Wunsch nach einem Wintergarten aber sehr groß ist. Dann wird der nächstbeste Wintergarten genommen, der in das Budget passt. Ob der Wintergarten überhaupt zum Haus passt oder nicht, ist dabei zunächst einmal nebensächlich. Die Ernüchterung kommt dann erst, wenn der Wintergarten fertiggestellt ist und man festgestellt, dass er von der Optik her gar nicht zum Haus passt.

Bei der Planung des Wintergartens sollten die Grundzüge des eigentlichen Gebäudecharakters immer mit einfließen. Der Wintergarten muss nicht immer im gleichen Stil gehalten sein, aber er sollte harmonisch mit dem Haus verbunden werden können. Hier können durchaus verschiedene Stilrichtungen aufeinander treffen, solange sie zueinander passen und sich gut ergänzen.

Hochwertige Aluminiumprofile und eine ausgeklügelte statische Berechnung ermöglichen es, dass sehr wuchtige Ansichten gleich bei der Planung vermieden werden können. Große Glasflächen stehen hier im Fokus bei der Ansicht. Sehr wichtig ist, dass notwendige Beschattungen gleich bei der ursprünglichen Planung mit berücksichtigt werden. Nur so werden sie zu einem gestalterischen Element des Wintergartens. Die Nachrüstung einer solchen Beschattung sorgt oft dafür, dass die Optik des Wintergartens stark beeinträchtigt wird.

2. Im Winter zu kalt, im Sommer zu warm

Schön in der kalten Jahreszeit im Wintergarten sitzen, den Schnee beim Herabfallen beobachten, und die friedliche Stille der Winterlandschaft genießen – nicht jeder kommt in den Genuss dieses Ereignisses. Der Grund ist recht einfach, der Wintergarten ist schlichtweg zu kalt. Auch wenn man Romantik liebt, mit einer dicken Jacke und einem Glühwein bei Kälte im Wintergarten zu sitzen, ist nicht wirklich romantisch. Dasselbe Problem ergibt sich im Sommer, auch in der warmen Jahreszeit möchte man seinen Wintergarten natürlich nutzen. Wenn aus dem Wintergarten aber dann eine Sauna wird, wird sich niemand in diesem Raum aufhalten wollen. Der Grundstein dafür, dass im Wintergarten immer das richtige Klima herrscht, ist eine gute Planung.

Schon von Beginn an sollte festgelegt werden, wie der Wintergarten genutzt werden soll. Soll er das ganze Jahr über genutzt werden, vielleicht aber auch nur im Winter oder Sommer? Für welchen Zweck wird er eingesetzt, wird er ein zweites Wohnzimmer, oder eher ein Arbeitszimmer ? Auch die Begrünung spielt eine Rolle, ebenso wie die Ausrichtung spielt eine Rolle. Sehr wichtig ist auch zu klären, ob der Wintergarten zum Haus hin offen sein soll. Dies sind alles sehr wichtige Faktoren, die für die Planung des perfekten Wintergartens herangezogen werden müssen. Je nachdem, welche Faktoren berücksichtigt werden müssen, gestaltet sich die Planung der Materialien, der Belüftung, der Beschattung, unterschiedlicher Öffnungen und natürlich der Heizsysteme. Aus diesen vielen Faktoren entsteht letztendlich ein ganz individuelles Nutzungskonzept.

3. Bau ohne Genehmigung – ein fataler Fehler

Wie bei vielen Bauvorhaben dieser Art kann auch ein Wintergarten anzeige- oder  genehmigungspflichtig. Der Antrag muss in diesem Fall von einem Ingenieur, einem Architekten oder auch einem Techniker eingereicht werden, der bauvorlageberechtigt ist. Selbstverständlich muss dieser Antrag schon vor dem Bau eingereicht werden.

Oft wird der Fehler gemacht, dass einfach schon einmal mit dem Bau begonnen wird weil man davon ausgeht, dass die Genehmigung kein Problem darstellt. Ein Gespräch mit der Wintergarten- Fachfirma oder eine Anfrage beim zuständigen Bauamt kann hier schnell Klarheit bringen.

4. Kein Strom, keine Beschattung und kein Licht

Die Planung eines Wintergartens beginnt und endet nicht bei der optischen Gestaltung. Es gibt noch viele weitere Komponenten, die eine wichtige Rolle spielen. Wer nicht gleich bei der Planung die notwendige Beschattung, die Beleuchtung oder auch Strom und passende Steckdosen berücksichtigt, zahlt bei der Nachrüstung oft einen sehr hohen Preis. In vielen Fällen kann dieses Versäumnis dann nur unter hohen finanziellen Kosten nachgeholt werden. Erforderliche Kabel sollten gleich bei der Montage mit verlegt werde. Auch Anlagen, die eventuell später noch benötigt werden, sollten gleich zu Beginn mit eingeplant werden. Es ist möglich, alle Kabel schön verdeckt in der Konstruktion unterzubringen. So ist es jederzeit möglich, den Wintergarten mit technischen Geräten zu erweitern.

5. Verzögerungen durch unzureichende Koordination der Gewerke

Nicht immer werden alle anfallenden Arbeiten durch die Experten durchgeführt, die den Wintergarten errichten. Für anfallende Arbeiten wie Elektroarbeiten und Heizungsarbeiten werden für gewöhnlich weitere Handwerksbetriebe beauftragt. Wer einen Betrieb mit der Planung und Durchführung des Wintergarten-Baus beauftragt hat, muss sich darüber für gewöhnlich keine Sorgen machen. Diese Unternehmen arbeiten mit Handwerksbetrieben des Vertrauens zusammen, mit denen man oft schon seit vielen Jahren perfekt zusammenarbeitet. Hier muss man nicht befürchten, dass sich Verzögerungen ergeben, weil die Koordination der einzelnen Gewerke unzureichend ist. Anders sieht es aus, wenn man die komplette Planung selbst in die Hand nimmt. Dann werden verschiedene Firmen mit der Durchführung der einzelnen Arbeitsbereiche beauftragt. Diese sind dann aber oft nicht in der Lage, ihre Arbeiten aufeinander abzustimmen. Wenn der Hausherr dann auch nicht in der Lage ist, in das Chaos die notwendige Ordnung zu bringen, wird sich der Bau des Wintergartens unnötig verzögern.

6. Unzureichende Planung sorgt für hohe Kosten

Günstig soll es sein, der neue Wintergarten soll möglichst nächste Woche bereits stehen, aber die wichtigsten Elemente fehlen und müssen nachgerüstet werden, was zu erheblichen Kosten führen kann. Darum sollte ein Wintergarten immer sehr genau geplant werden. Eine unzureichende Planung sorgt im Nachhinein immer für Ärger und hohe Kosten.

7. Falsch positionierte Heizquellen führen zu einem schlechten Raumklima

Einfach einmal ein paar Heizquellen in den Wintergarten stellen, das wird schon reichen, damit man den Anbau jederzeit und vor allen Dingen im Winter gut nutzen kann. Aber es ist doch nicht ganz so einfach, wie man sich das allgemein vorstellt. Auch wenn viele der Meinung sind, dass es vollkommen egal ist, wo ein Heizkörper aufgestellt wird, ist dies keinesfalls der Fall. Um die passenden Plätze für Heizquellen herauszufinden, wird die Geometrie herangezogen. So wird ermöglicht, dass die Wärmequellen so positioniert werden, dass sie die Wärme im Raum günstig verteilen. Auch bei der Art der Beheizung des Wintergartens gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen. Neben einer Wandheizung oder auch Heizkollektoren ist auch eine Fußbodenheizung eine sehr gute Variante. Moderne Systeme, wie Luftwärmepumpen bieten zusätzlich Kühlung im Sommer und sehr energieeffizient.

8. Falsche Finanzplanung sorgt für hohe Kosten

Sparen ist immer eine gute Sache, aber man kann definitiv auch am völlig falschen Ende sparen. Dies ist auch bei einem Wintergarten der Fall. Sicher spricht nichts dagegen, dass man Preise vergleicht. Aber gleich zu Beginn nur nach den billigsten Angeboten zu suchen, ist keine gute Idee. Man darf niemals vergessen, dass alles seinen Preis hat. Gerade bei Objekten wie einem Wintergarten sollte man auf eine gute Qualität achten. Hier ist es vollkommen sinnlos, auf jeden Cent zu achten, da man sonst im Nachhinein ganz bestimmt draufzahlen muss. Hohe Folgekosten sind in diesem Fall beinahe unumgänglich. Experten sind in der Lage zu entscheiden, wann man am falschen Ende spart.

9. Kein richtiger Anbau zum Wohnhaus

Wenn der Wintergarten eine möglichst hohe Langlebigkeit aufweisen soll, ist ganz besonders die Planung der Anschlüsse an das Haus sehr wichtig. Alle Anschlüsse zum entsprechenden Kernhaus müssen ganz sorgfältig geplant werden. Damit ein Wintergarten möglichst lange Freude bringt, ist der Übergang des Wintergartens zum Fundament ungemein wichtig. Auf keinen Fall sollte man sich erst Gedanken über die Anbindung machen, wenn die Montage bereits begonnen hat.

10. Eigene Planung ohne Erfahrung – das Scheitern ist vorprogrammiert

Leider gibt es immer wieder sehr viele ambitionierte Heimwerker und Hobby-Architekten die der Meinung sind, einen Wintergarten ganz einfach selbst planen zu können. Es kann ja nicht so schwer sein, schließlich gibt es ja im Internet auch sehr viele Anleitungen. Zur Not können ja Profis noch etwas ausbessern, oder den letzten Feinschliff durchführen. Wenn das Grundgerüst schon nicht stimmt, kann der Experte meistens auch nichts mehr korrigieren. In vielen Fällen bleibt dann nichts anderes übrig, als den Wintergarten wieder abzubauen, neu zu planen und wieder zu errichten. Andernfalls wird man wahrscheinlich ständig Flickschusterei betreiben müssen, um den Wintergarten auch nur ansatzweise nutzen zu können.